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2007年5月29日 (火)

Volksbewegung als Täuschungsmanöver?

数日遅れましたがドイツ語版です。

   Vor einigen Tagen hat der japanische Premierminister Abe die neue Klimastrategie der Regierung "Cool Earth 50" vorgestellt. Von Japanisch wörtlich übersetzt heißt sie auf Deutsch "Schönes Stern 50". Herr Abe verwendet das Wort "schön" besonders gern. Ob es aber mit seiner Arbeit vereinbar ist, steht auf einem ganz anderen Blatt.

   Die neue Stragegie besteht aus drei Vorschlägen. Bei den ersten und zweiten Vorschlag geht es um die lang- bzw. mittelfristigen Strategien, auf die ich heute nicht eingehen will. Hier will ich aber den dritten Teil, "Der 3. Vorschlag: das Vorantreiben der Volksbewegung für das Erreichen des Kyotoziels" aufgreifen. Dabei soll der einzelne Japaner ein Kg Treibhausgas pro Tag reduzieren. Energiesparen in der Wohnung oder im Büro ist natürlich sehr wichtig. Ich selber habn auf diesem Blog schon einiges mal darüber geschrieben, mit der Hoffnung, vielleicht einen oder anderen Leser des Blog zu mehr Energiesparen motivieren zu können.

   Doch die Regierung hat ja schon oft so ähnlichtes gesagt, und die Treibhausgasemissionen in Japan nimmt aber nicht ab. Sie hat ja seit 1990 um ca. 8% zugenommen. Natürlich ist es sehr wichtig an das Umweltbewußtsein der einzelnen Bürger zu appellieren. Daß es aber bei weitem nicht ausreicht, zeigt die jetztige Emissionsmenge Japans. Wichtig und auch notwendig ist, ein System einzuführen, das die Handlungsweise der einzelnen zu mehr Energiesparen veranläßt. Ein sehr gutes Instrument dafür ist die Ökosteuer, die scohn in vielen europäischen Staaten refolgreich eingeführt sind. Der Premier Abe erwähnte darüber aber mit keinem Wort.

   Ich bin ein überzeugter Befürworter der Ökosteuer und arbeite schon seit Jahren daran. Hier möchte ich aber nicht auf die Eizelheiten der Ökosteuer eingehen. Noch problematischer bei der neuen Strategie der Regierung ist, daß nur die "Vorantreiben der Volksbewegung" als die kurzfristige Maßnahme gegen den Klimawandel angeführt wird. Die Regierung versteht unter "Volksbewegung" nur, daß der einzele Bürger versucht, in der Wohnung oder im Büro, also in seinem nähreren Umfeld die Emission des Treibhausgases zu reduzieren. Diese Vorgehensweise der Regierung ist deswegen nicht ausreichend und verfehlt, weil man dabei die Industrie ausklammert. Man fragt mit Recht: Brauchen dann aber die Firmen und Industrie gar nichts zu tun, oder heißt es, daß sie schon genung gegen die Erderwärmung getan hat?

   Auch der Industrie mehr Anstrengunge zu verlangen, ist aus zwei Gründen angemessen und wichtig:

   Zum einen gibt es in der Tat noch Spielraum für die Reduktion der Emission. Neulich habe ich ein interessantes Kommentar auf einer Webseite des öffentlich-rechtlichen Sender NHK gelesen. Gegen die oft von bestimmten Leuten angeführten Behauptung, daß die japanische Industrie am effizientesten arbeitet, und daher kaum Spielraum mehr für weitere Reduktionen hat, sagt Frau Ayukawa von WWF Japan wie folgt:"Zuerst über die Behauptung "die Effizienteste japanische Industrie" [...] Im privaten Haushalt und dem Transportbereich ist der Energieverbrauch [pro GDP] in Japan tatsächlich deutlich geringer als in den anderen Staaten, doch im Industriebereich gibt es kaum Unterschied. [...] Die große Effizienz Japans verdanken wir also der Lebensweise vieler Japaner, daß sie in der Wohnunng ohne Zentralheizung schlichter leben und in einem weit überfüllten Zug zur Arbeit fahren, und nicht dem, daß die japanische Stromererzeuger und Industrie effizient arbeitet". ↓
http://www.nhk.or.jp/kaisetsu-blog/400/3145.html

   Daß sich die Effizienz der japanischen Industrie in den letzten Jahren sogar verschlechtert hat, wird vielfach gezeigt. Es gibt also noch großen Spielraum im Industriebereich für die Emissionsredukution.

   Der zweite Grund ist, daß die Emissionen aus privaten Haushalten nur einen kleinen Teil ausmachen. Hier ist Treibhausgasemission für 2005. ↓
http://www.env.go.jp/press/file_view.php?serial=8616&hou_id=7603

   Den Löwenanteil verursacht die Indstrie, sogar nur ca. 200 Betriebe verursachen etwa die Hälfte der Treibhausgasemissionen Japans.↓
http://www.kikonet.org/theme/kokunai/2003haisyutsuryo/databunseki2003ver2.pdf

  Wenn dem so ist, soll es viel einfach und "effizient" sein, 200 Betrieben mehr Effizienz zu fordern als 120 Mill. Japaner

   Die Anstrengung aller Japaner ist selbstverständlich sehr wichtig und auch nötig. Die Volksbewegung ist auch in dem Sinne sehr wichtig, daß sich alle, aber wirklich alle Beteiligten also inkl. Industrie, bemühen, Treibhausgasemissionen zu reduzieren. Sonst ist "das Fordern der Volksbewegung" nur eine Täuschungsmanöver, um den Anschein zu geben, daß man doch etwas tut. Den Rahmenbedingungen für eine nachhaltige Gesellschaft, zu schaffen, in der die Bürger und Firmen, die sich aktiv für die Umwelt einsetzen, auch wirtschaftlich honoriert werden, ist m. E. eine zentrale Aufgabe der Regierung. Und als dafür grundlegende Instrumente brauchen wir eindlich eine gut ausgedachte Ökosteuer und Emissionshandel in Japan.

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